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Erika Wächter

Wir erinnern uns gern

Kürzlich erreichte uns die Nachricht vom Ableben unserer Kameradin Erika Wächter, die das 93. Lebensjahr vollenden durfte.

 

Bereits im zweiten Weltkrieg war sie als Krankenschwester eingesetzt und wurde schon in jungen Jahren mit Entbehrungen, Not und körperlichem Leid konfrontiert, denn von Beginn des Krieges an, waren die Schwestern gefordert und überlastet und mussten durch tägliche Improvisation den Mangel an Medikamenten, Verbandsmaterialien und Nahrung ausgleichen.

Menschlichkeit war gefragt und dass Verletzten und Kranken nicht nur das täglich Brot Nahrung war sondern ein gerüttelt Maß an Humor, Herzenswärme und Mütterlichkeit mindestens genauso zur Genesung der ihr Anvertrauten beitrugen, begriff sie sehr schnell.

 

All dies war in den Anfangsjahren der DDR wohl Antrieb für Erika Wächter, neben ihrer Arbeit als Krankenschwester 1952 dem DRK beizutreten.

 

Ihre Mitstreiter der ersten Stunde lernten sie bei der Arbeit des Ortsvereins Rübeland kennen und bezeichnen sie als über alle Grenzen hilfsbereit. Sie hatte alle Tugenden einer echten Kameradin.

 

Sie führte später in dem entstandenen Ausbildungsstandort der Zivilverteidigung in Wasserleben, Schulungen in “Erster Hilfe“ durch und entwickelte sich als Lehrkraft im Kreisgebiet Wernigerode zu einer kompetenten wie gleichermaßen beliebten Ausbilderin.

Sie war stets bestrebt, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und gab energisch Paroli gegen Gleichgültigkeit, Ignoranz und Halbherzigkeit. Das waren Eigenschaften, die in manchen Zeiten nicht gern gesehen waren.

 

Erika Wächter hatte halt Ecken und Kanten und stand dazu …

 

Bis zu ihrem „Un“Ruhestand war sie als DRK-Betriebsschwester im Walzwerk Ilsenburg tätig und durch ihren Einsatz beim jährlichen Brockenlauf auch überregional eine „Institution“. Dort hatte sie auch eine glückliche Hand bei der Auswahl ihrer Nachfolgerin, die ihr Erbe sowohl betrieblich als auch den sportlichen Part betreffend in ihrem Sinne weiter führt und ihr in den letzten Jahren als Freundin und Kameradin oft zur Seite stand.

 

Durch ihre Vorbildwirkung bestärkte unsere Kameradin Erika Wächter viele junge Leute, ihr Engagement im Ehrenamt zu suchen, soziale Kontakte zu pflegen und Gutes zu tun.

 

Ohne sie wären viele heute nicht hier in den Reihen des DRK.

Schön, dass sich unsere Wege gekreuzt haben! Für alles herzlichen Dank!

 

Wir erinnern uns an Erika Wächter  mit hoher Wertschätzung und werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Im Namen aller haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller Mitglieder und Freunde des DRK im DRK Kreisverband Wernigerode e.V.

 

Andy Schröder

1.Präsident des DRK KV Wernigerode

 

25. Februar 2016 07:30 Uhr. Alter: 3 Jahre